KfW & BAFA: Förderung für neue Dachfenster 2026
Beim Tausch alter Dachfenster gegen energieeffiziente Modelle können Sie richtig Geld zurückbekommen. Hier steht, wie viel, unter welchen Bedingungen, und was Sie praktisch tun müssen.
Kurz vorab: KfW oder BAFA?
Das ist die häufigste Verwirrung. Beide sind staatliche Förderstellen, aber sie fördern unterschiedliche Dinge:
- BAFA (Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle): Zuschüsse für Einzelmaßnahmen wie Fenstertausch, Dämmung, Heizungsoptimierung.
- KfW (Kreditanstalt für Wiederaufbau): Zinsgünstige Kredite mit Tilgungszuschüssen für komplette Sanierungen zum Effizienzhaus.
Für den reinen Dachfenster-Tausch ist in 99 % der Fälle das BAFA-Programm „BEG Einzelmaßnahmen" der richtige Weg.
Wie hoch ist der Zuschuss?
Stand 2026 beim BAFA für Einzelmaßnahmen „Gebäudehülle":
| Variante | Förderquote |
|---|---|
| Grundförderung Dachfenstertausch | 15 % der Kosten |
| + Bonus bei individuellem Sanierungsfahrplan (iSFP) | + 5 % |
| Maximal förderfähige Kosten pro Wohneinheit und Jahr | 30.000 € |
Rechenbeispiel: Sie tauschen vier Dachfenster für insgesamt 8.400 €. Grundförderung: 1.260 €. Mit iSFP-Bonus: 1.680 €. Ihr Eigenanteil reduziert sich auf rund 6.700 €.
Welche U-Werte müssen die Fenster erreichen?
Förderfähig sind Dachfenster mit einem Wärmedurchgangskoeffizienten von maximal Uw ≤ 1,0 W/(m²K). Diese Grenze erreichen fast alle modernen 3-fach-verglasten Modelle von Roto und Velux — aber nicht jedes Standard-2-fach-Fenster. Beim Bestellen müssen wir das explizit berücksichtigen.
Unser Tipp
Lassen Sie sich von uns vorab schriftlich bestätigen, dass das angebotene Modell förderfähig ist. Wir liefern die U-Wert-Werte aus dem Herstellerdatenblatt mit.
So läuft der Antrag praktisch ab
- Angebot einholen. Wir erstellen ein Festpreis-Angebot mit Angabe der U-Werte und Produkte.
- Vor Beginn der Maßnahme: Antrag stellen. Wichtig — ohne Antrag keine Förderung! Der Antrag erfolgt online über das BAFA-Portal.
- Energieeffizienz-Experte (optional). Für den iSFP-Bonus braucht es einen zertifizierten Energieberater. Ohne Bonus geht es auch ohne — aber der Bonus ist in der Regel teurer als der Berater.
- Bewilligungsbescheid abwarten. Erst nach Zusage darf die Montage starten. Dauer: 2–6 Wochen.
- Montage durch uns. Wir liefern anschließend die Fachunternehmer-Erklärung mit allen Herstellerangaben — die reichen Sie beim BAFA ein.
- Auszahlung. Nach Prüfung überweist das BAFA den Zuschuss meist innerhalb von 4–8 Wochen.
Wichtigste Falle
Viele Kunden bestellen zuerst und wollen dann den Antrag nachschieben. Das geht nicht. Die Förderung muss beantragt UND bewilligt sein, bevor die Baumaßnahme beginnt. Auch eine Anzahlung zählt bereits als Beginn.
Wann lohnt sich der iSFP-Bonus?
Der individuelle Sanierungsfahrplan wird von einem zertifizierten Energieberater erstellt und kostet ca. 800–1.500 € (abzüglich 80 % BAFA-Förderung für den iSFP selbst, also netto oft 300–500 €). Er bringt Ihnen beim Dachfenstertausch zusätzliche 5 % Förderquote.
Rechnen Sie durch: Bei einem Tausch über 5.000 € sind 5 % genau 250 € — also gerade so lohnend. Ab 8.000 € Gesamtkosten wird der iSFP klar interessant — besonders wenn Sie in den nächsten Jahren weitere Sanierungsschritte planen (Dachdämmung, Heizung), denn der iSFP-Bonus gilt dann auch für die nächsten Maßnahmen.
Zusätzliche Landesförderungen in Baden-Württemberg
Neben den Bundesförderungen gibt es teils kommunale Programme — z. B. über die L-Bank für energetische Sanierung. Diese lassen sich oft mit BAFA kombinieren. Fragen Sie Ihre Stadtverwaltung oder uns — wir kennen die aktuellen Töpfe für die Region Reutlingen / Tübingen.
Steuerlicher Bonus als Alternative
Wer keine BAFA-Förderung möchte, kann stattdessen den Steuerbonus nach §35c EStG nutzen: 20 % der Sanierungskosten (max. 40.000 € über 3 Jahre) lassen sich direkt von der Einkommensteuer abziehen. Wichtig: Steuerbonus und BAFA-Förderung schließen sich gegenseitig aus. Bei klassischen Fenstertausch-Projekten ist BAFA meist der bessere Weg, weil schneller beim Geld.
Fazit
Wer beim Dachfenstertausch Förderung nutzt, reduziert seine Investition um 15–20 %. Der Aufwand ist überschaubar, wenn man die Reihenfolge einhält: erst Antrag, dann Montage. Wir unterstützen Sie mit allen nötigen Unterlagen — U-Wert-Nachweis, Fachunternehmer-Erklärung, Produktdatenblättern.
Wir begleiten Sie durch den Förderprozess
Nicht als Energieberater, aber als Fachbetrieb, der Tag für Tag mit diesen Anträgen zu tun hat. Sprechen Sie uns an — wir sagen Ihnen, ob sich bei Ihrem Projekt Förderung lohnt.
